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Wie Sie Ihre Website-Ladezeit verbessern und erhalten

Website Ladezeit verbessern (Foto: Im Auto in einem Stau)

Ein Thema, das immer öfter an uns herangetragen wird, ist die Geschwindigkeit von Websites. Seit Nutzer sich häufiger beschweren, Website-Betreiber sich zunehmend selbst über zu langsame Websites ärgern und Google sich in die Diskussion eingemischt hat, hat sich einiges geändert. Anstatt Websites, die vollbepackt sind wie Esel, geht es nun vielen Betreibern in erster Linie darum, dass ihre Besucher nicht frustriert sind. Und das ist eine gute Entwicklung. In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie Ihre Website-Ladezeit verbessern und dafür sorgen, dass sie für immer pfeilschnell bleibt.

Warum ist die Ladezeit meiner Website wichtig?

Möglicherweise fragen Sie sich aber auch, warum überhaupt so ein Aufhebens um die Geschwindigkeit einer Website gemacht wird. Immerhin werden die Leitungen doch schneller, warum sollten wir das also nicht nutzen und möglichst viele schöne und hochauflösende Grafiken in unsere Websites einbinden?

Internetgeschwindigkeit in Deutschland

Zunächst einmal sind die Internetleitungen zumindest in Deutschland in grauenhaftem Zustand. In einer gerade erst veröffentlichten Studie steht Deutschland im international Vergleich auf Platz 25. Zugegeben, dass wir den USA hinterherhinken, ist nun keine bahnbrechend neue Erkenntnis. Auf den vorderen Plätzen finden sich aber Länder wie Südkokrea, Norwegen und Schweden. Die durchschnittliche Geschwindigkeit beträgt in Deutschland gerade einmal 15,3 Mbit – und das täuscht sogar noch darüber hinweg, dass in ländlicheren Gebieten 1 Mbit und 2 Mbit immer noch üblich sind.

Menschen verändern sich

Hinzu kommt, dass Besucher ungeduldiger werden. Die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne des Menschen ist seit dem Jahr 2000 von 12 auf 8 Sekunden gesunken. Wenn Sie die Ladezeit Ihrer Website abziehen, bleibt folglich nicht mehr viel für den Inhalt übrig.

Auch die Geduld hat sich verändert. Während Besucher im Jahr 1999 noch ganze 8 Sekunden bereit waren, auf eine Website zu warten, sind es heute nur noch 2 Sekunden oder weniger. Und wenn Sie gerade unterwegs sind und dringend etwas zu essen benötigen oder den Rat eines Arztes oder Rechtsanwalts, dann liegt dieser Wert noch deutlich unter 1 Sekunde.

Betreiber machen oft den Fehler, dass sie unterschätzen, wie lang eine Sekunde sein kann, weil sie die Relativitätstheorie missachten. Eine Sekunde bei einem fantastischen Date nehmen wir Menschen anders wahr als eine Sekunde mit der Hand auf der heißen Herdplatte. Auf den Aufbau einer Website zu warten, weil der Betreiber sich nicht ordentlich darum gekümmert hat, fällt in die letztere Kategorie.

Google mischt sich ein

Und wie immer, wenn Website-Betreiber sich querstellen und nicht von sich aus etwas an der Benutzerfreundlichkeit ihrer Website verbessern, mischt Google sich ein. Und so wurde die Ladezeit der Website zum offiziellen Ranking-Faktor erhoben. Ist die Website Ihres Konkurrenten also schneller, kann es sein, dass dies den Ausschlag gibt, um ihn in den Suchergebnissen zu bevorzugen.

Es gibt daher heute keinen Grund mehr, die Ladezeit der eigenen Website nicht ernstzunehmen.

Das ist die optimale Ladezeit einer Website

Nun ist allerdings umstritten, wie schnell eine Website wirklich laden muss, um noch akzeptabel zu sein. Und sollte es überhaupt das Ziel sein, für seine Besucher und Kunden nur akzeptabel zu sein, sollten wir ihnen nicht vielmehr "herausragend" bieten?

Für Google sind derzeit Ladezeiten bis zu 3 Sekunden akzeptabel. Dass Nutzer nur noch 2 Sekunden oder weniger tolerieren, habe ich weiter oben bereits angesprochen. Mit einer Ladezeit von 2 Sekunden sind Sie also zumindest in diesem Moment in einem akzeptablen Bereich.

Es ist bloß so: Zeiten ändern sich. Sie wissen nicht, ob Google nächstes Jahr die Daumenschrauben weiter anzieht. Und so viel Fokus, wie bei Google allein schon durch das AMP-Projekt auf Ladezeiten gelegt wird, wäre das kein Wunder. Auch Nutzer werden sich weiter verändern und durch schnellere Websites verwöhnt sein, schon jetzt nehmen sie wahr, wenn die Website Ihres Konkurrenten bloß 250 Millisekunden schneller lädt. Ich persönlich bin nur noch selten bereit, länger als eine Sekunde auf eine Website zu warten. Denn es geht schließlich nicht um diese eine einzige Website, sondern darum, dass wir Hunderte bis Tausende davon jeden Tag aufrufen. Und da macht es einen erheblichen Unterschied, ob diese 1 oder 2 Sekunden laden.

Ihr Ziel sollte es daher sein, dass Ihre Website innerhalb von 1 Sekunde lädt. 750 Millisekunden wären noch besser. Und ab 500 Millisekunden wären wir in einem optimalen Bereich. Auch wenn man um jeden Preis seine Website-Ladezeit verbessern will, sollte man hier einen Mittelweg suchen. Eine Website ohne jegliche Bilder kann vielleicht in 200 Millisekunden laden, wird aber für Ihre Kunden nicht unbedingt attraktiv genug sein.

Website Performance Check: So testen Sie die Geschwindigkeit

Zunächst einmal sollten Sie in Erfahrung bringen, wie schnell Ihre Website aktuell lädt. In seltenen Fällen müssen oder können Sie gar nichts verbessern. In jedem Fall benötigen wir einen Ausgangspunkt, von dem aus wir bestimmen können, ob die Optimierungen Erfolg hatten oder nicht.

Geschwindigkeit mit Pingdom messen

Ein beliebtes Werkzeug zur Messung ist Pingdom. Es ist sehr einfach zu verwenden und übersichtlich in seiner Analyse. Wählen Sie allerdings unbedingt den Server in Stockholm und keinen aus den USA. Denn je weiter der Testserver von dem Server Ihrer Website entfernt ist, der vermutlich in Deutschland steht, desto schlechter wird das Ergebnis. Stockholm ist eine gute und aussagekräftige Entfernung.

Pingdom Ladezeit messen

Testen Sie zunächst die Startseite, da sie in der Regel die meisten Grafiken enthält. Sie sollten beim Ergebnis vor allem auf zwei Werte achten: Die Geschwindigkeit der Website in Sekunden bzw. Millisekunden und den Umfang der Website in MB oder KB. Je niedriger beide Werte sind, desto besser. Eine gute Geschwindigkeit liegt unter 1 Sekunde und der Umfang sollte 3 MB nicht übersteigen, besser liegt er sogar unter 1 MB.

Pingdom: Website Ladezeit nach Typ

Wenn Sie etwas herunterscrollen, finden Sie einen Abschnitt namens Content size by content type. Dieser gibt Aufschluss darüber, welche Typen von Elementen auf Ihrer Website für den größten Umfang sorgen. Sehr häufig sind das Bilder.

Pingdom: Geschwindigkeit der Website-Elemente

Noch etwas weiter unten gelangen Sie zu einem Abschnitt namens File requests. Das ist eine Auflistung aller einzelnen Elemente, die beim Aufruf Ihrer Website geladen worden sind. Am besten sortieren Sie die Liste gleich nach Size, sodass die größten am Anfang der Liste stehen. Hier werden in den meisten Fällen zunächst die einzelnen Bilder aufgelistet werden. Auch externe Schriftarten oder Icon-Schriftarten sind beliebte Kandidaten. Sollte hier ein Eintrag nahe an 1 MB (also 1024 KB) oder sogar darüber aufgelistet sein, haben Sie ein ernsthaftes Problem, das beseitigt werden muss.

Geschwindigkeit vom eigenen Rechner aus testen

Google Chrome: Website Ladezeit testen

Nun ist es allerdings so, dass diese Testserver mit hervorragenden Leitungen ausgestattet sind. Sie sollten die Ladezeit der Website also auch einmal selbst von Ihrem Rechner und mit Ihrem Browser testen. Das geht am einfachsten in Google Chrome.

Öffnen Sie Ihre Website in Chrome und aktivieren Sie anschließend die sogenannte Developer Tools, z.B. über die Tastenkombination CMD + ALT + I auf dem Mac, STRG + SHIFT + I unter Windows oder einfach durch Rechtsklick • Untersuchen. Wählen Sie in dem sich nun öffnenden Fenster oben den Registerreiter Network aus und setzen Sie ein Häkchen bei Disable cache.

Laden Sie nun Ihre Website neu, indem Sie CMD + SHIFT + R auf dem Mac oder STRG + SHIFT + R unter Windows drücken. Nun erhalten Sie auch hier eine Auflistung aller geladenen Elemente. Interessant ist jetzt aber vor allem die Leiste ganz unten. Sie enthält ebenfalls Informationen über die geladenen KB bzw. MB und vor allem die Ladezeit der Website. Dieser Wert verändert sich ein wenig bei jedem weiteren Neuladen, es lohnt sich also, diesen Schritt zu wiederholen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wo sich der Wert üblicherweise ansiedelt.

Sollten Sie an Ihrem Arbeitsplatz eine sehr schnelle Leitung haben, probieren Sie das gleiche noch einmal von Ihrem Rechner zuhause aus. Denn Ihre Besucher werden nicht immer mit den besten Mitteln ausgestattet sein.

Wie Sie Ihre Website-Ladezeit verbessern – in 14 Schritten

Nachdem Sie nun wissen, wie Ihre Ausgangssituation ist, sollten wir nun gemeinsam Ihre Website-Ladezeit verbessern. In den folgenden Schritten werden wir einige einfachere und ein paar schwierigere Anpassungen vornehmen. Wenn Ihnen davon etwas zu schwierig oder riskant erscheint, dann lassen Sie den Schritt einfach weg oder beauftragen Sie Ihre Agentur damit.

1. Das richtige Dateiformat für Bilder wählen

Bilder sind, wie Sie bereits gemerkt haben, die größte Bremse beim Laden einer Website. Es fängt schon damit an, dass häufig das falsche Dateiformat gewählt wird, denn es gibt zwei gängige im Internet. Das eine ist .jpg, das andere .png.

Das JPG-Format eignet sich vor allem für klassische Fotos: Portraits, Aufnahmen Ihres Gebäudes oder der Landschaft, Detailshots aus Ihrer Firma oder die meisten Stockphotos sind am besten im JPG-Format aufgehoben. Das PNG-Format hingegen eignet sich oftmals besser für Grafiken, vor allem zweidimensionale. Wenn Sie also Übersichten, Schaubilder, Diagramme in Ihre Website einbinden möchten, ist das PNG-Format hier oftmals die bessere Wahl.

Aber Achtung: Das gilt nicht für die Fotografie eines Diagramms. Gerade bei Stockfotos kommt es gerne vor, dass Diagramme und ähnliche Dinge pseudomodern im Rahmen eines Fotos dargestellt werden, manchmal sieht man den Monitor darum herum, manchmal zeichnet es jemand auf eine Glasscheibe. Das sind natürlich Fotos und hierfür eignet sich das JPG-Format besser. Am besten verzichten Sie auf solche klischeeüberladenen Bilder aber gänzlich.

2. Die Bilder zurechtstutzen

Nun müssen wir diese Bilder aber unbedingt komprimieren. Wir hatten gerade erst einen Fall, in dem die Startseite der Website 21,1 MB aufwies, weil die Bilder quasi direkt von der Kamera in die Website eingebunden wurden mit über 5000 Pixeln in der Breite und einer Dateigröße von gerne einmal 8 MB – für ein einzelnes Foto. Ruft jemand mit einem 100 MB Datenplan diese Website auf, sind mit einem Schlag 20 % des Volumens weg, und das nur nach dem Laden der Startseite.

Damit Ihnen so etwas nicht passiert, müssen Sie dafür sorgen, dass Ihre Bilder die richtigen Maße haben und die richtige Dateigröße.

Bilder auf das richtige Maß bringen

Am stärksten können Sie Ihre Website-Ladezeit verbessern, indem die Maße all Ihrer Bilder nur so groß sind wie unbedingt nötig. Jede Grafiksoftware ermöglicht es Ihnen, die Bilder der Größe nach zuzuschneiden.

Bei Bildern für Blogbeiträge fährt man in aller Regel mit einer Auflösung von 1200 x 800 am besten. Mehr wird nur sehr selten benötigt. Je nach Theme wird auch diese Größe vermutlich noch einmal zurechtgeschnitten, sodass es optimal passt. Diese Größe ist aber deshalb sinnvoll, weil Bilder innerhalb von Blogbeiträgen gern von Nutzern vergrößert werden. Und mit 1200 x 800 Pixeln können sie alle Details erkennen.

Etwas anders ist es bei Bildern für die Startseite. Hier muss man unterscheiden, ob es sich um große Hintergrundgrafiken handelt oder um Bilder, die lediglich in den Text eingebunden werden. Letzere behandeln Sie wie Fotos für Blogbeiträge.

Erstere sind von Natur aus groß und müssen auch gewisse Dimensionen aufweisen, um auf größeren Monitoren nicht zu sehr gestreckt werden zu müssen. Da Hintergrundbilder in WordPress meistens über Design • Customizer eingebunden werden, finden Sie dort üblicherweise auch eine Angabe in Pixeln, wie groß das Bild sein soll. Generell können Sie davon ausgehen, dass eine Größe von 1600 x 1050 Pixeln absolut ausreichend ist.

Bilder komprimieren

Nachdem Sie die Bilder alle auf das richtige Format gebracht haben, ist erst die halbe Arbeit getan. Sie müssen nun noch komprimiert werden. Ich empfehle Ihnen je nach Dateiformat unterschiedliche Tools. Für JPG-Bilder möchte ich Ihnen JPEG Mini ans Herz legen, für PNG-Grafiken jedoch TinyPNG.

Vergleichen Sie die Bilder nach der Komprimierung: Haben sie sich zu stark zu ihrem Nachteil entwickelt? Dann versuchen Sie lieber, diese über Ihr Grafikprogramm zu komprimieren, bei dem Sie die Qualität eigenhändig festlegen können. In den meisten Fällen sorgen beide Tools aber für einen kaum bis gar nicht wahrnehmbaren Unterschied, jedoch gleichzeitig für eine hohe Ersparnis an Dateigröße.

Erst jetzt können Sie Ihre Bilder guten Gewissens auf Ihre WordPress-Website hochladen und verwenden.

3. Unnötige Plugins und Themes löschen

Schauen Sie sich im Backend einmal die Auflistung Ihrer Themes (Design • Themes) und Plugins an. Wirken sie überladen? Es wäre kein Wunder, denn aufgeräumt wird hier nur selten. Auch unseriöse Webdesigner hinterlassen hier gerne ein reines Chaos. Dabei sind vor allem Plugins häufig schuld an langen Ladezeiten.

Zunächst sollten Sie alle Themes löschen, die Sie nicht mehr benötigen. Das sind in den meisten Fällen alle, außer das aktivierte. Passen Sie jedoch auf, wenn Sie ein Framework wie Genesis verwenden, das darf nicht gelöscht werden. Auch wenn Ihre Website das Child-Theme eines anderen Themes ist, muss dieses andere bestehen bleiben. Gefahrlos können Sie allerdings die WordPress Standard-Themes löschen, Sie erkennen sie an Namen wie "TwentySeventeen", "TwentySixteen" und so weiter. Bei Bedarf können Sie sie jederzeit wieder installieren.

Damit WordPress beim nächsten Update nicht versucht, die Standardthemes wieder zu installieren, öffnen Sie die wp-config.php im Hauptverzeichnis Ihrer Website und fügen Sie folgende Zeile z.B. vor den MySQL-Einstellungen hinzu:

define('CORE_UPGRADE_SKIP_NEW_BUNDLED', true);

Bei den Plugins sollten Sie zunächst nach denen Ausschau halten, die ohnehin deaktiviert sind. Denn sie werden momentan gar nicht verwendet. Löschen Sie diese, denn auch deaktivierte Plugins stellen Datenmüll und ein potenzielles Sicherheitsrisiko dar.

Bei den aktivierten Plugins sollten Sie sich einmal einen ruhigen Nachmittag Zeit nehmen und überlegen, was Sie davon wirklich benötigen. Manchmal finden Sie hier sogar Plugins, die zwar aktiviert sind, aber gar nicht eingesetzt werden. Werfen Sie alles raus, was nicht wichtig für Ihre Website ist. Jedes Plugin macht Ihre Website langsamer, deshalb legen professionelle Agenturen so großen Wert darauf, möglichst wenige davon zu installieren. Häufig gibt es auch Alternativen: Ein kleiner Code-Schnipsel in der functions.php Ihres Themes verursacht meist wenig Last als ein ganzes Plugin mit zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten, die Sie ohnehin nicht benötigen.

Auf diese Weise können Sie Ihre Website-Ladezeit verbessern und gleichzeitig die Sicherheit erhöhen.

4. Schnellere Plugins finden

Wenn Sie der Meinung sind, dass Sie um bestimmte Plugins einfach nicht herumkommen, dann ist es wenigstens empfehlenswert, sich einmal nach Alternativen umzuschauen. Ja, Plugins mit vielen Einstellungen wirken so mächtig und professionell. Aber häufig benötigen Sie all das gar nicht. Ein gutes Beispiel ist die Lightbox. Sie wird aktiviert, wenn Nutzer auf ein Bilder in Ihrer Website klicken, damit sie vergrößert dargestellt werden und der Bereich um das Bild herum abgedunkelt wird. Dieses Plugins muss nichts anderes machen als das gerade beschriebene Szenario, warum benötigen Sie dafür Einstellungsmöglichkeiten? Setzen Sie statt einer umfangreichen Lösung hierbei doch lieber auf WP Featherlight, das diesen Namen nicht ohne Grund trägt.

Um manche Plugins kommen Sie allerdings einfach nicht herum. Hier ist eine Liste von denjenigen, über die Sie sich nicht den Kopf zerbrechen müssen, weil sie zumindest derzeit weitestgehend alternativlos sind:

  • Cookie Notice
  • Shariff Wrapper
  • Sucuri Security
  • VaultPress
  • WPML
  • WP Super Cache
  • Yoast SEO

Viel mehr als die oben genannten sollten es insgesamt aber auch nicht sein, denn all diese Features bringen Ihren Nutzern nichts, wenn die Website deshalb zu lange lädt. In erster Linie kommen sie immer noch wegen der Informationen.

5. WordPress Caching einrichten

Ganz erheblich trägt auch ein Caching zur Verbesserung der Geschwindigkeit bei. Caching bedeutet, dass Ihre Websites auf dem Server zwischengespeichert werden. Jede einzelne Unterseite verursacht zahlreiche Datenbankabfragen und jede von ihnen kostet Zeit. Der Titel des Beitrags muss genauso abgerufen werden wie sein Inhalt, seine Kategorien, aber auch wie die Kommentare darunter, die Seitenleiste daneben, das Logo oder die Navigationsleiste. Das alles ändert sich aber nicht besonders häufig. Deshalb wird beim ersten Aufruf einer Unterseite eine Kopie davon in HTML angelegt – bei der alles, was sonst aus der Datenbank geholt werden müsste, schon eingetragen ist.

Dieses Caching passiert aber nicht von allein, es muss eingerichtet werden. Am einfachsten geht das mit WP Super Cache. Es ist leicht zu bedienen, gerade weil es nicht Tausende von Einstellungsmöglichkeiten bietet. Und für die meisten Websites ist es vollkommen ausreichend. Außer Ihnen gehört die Vogue.

Installieren und aktivieren Sie das Plugin und wechseln Sie zu dem Registerreiter Erweitert.

WP Super Cache einrichten und Website Ladezeit verbessern

Schalten Sie das Caching an und wählen Sie als Methode mod_rewrite, sofern Ihr Server das unterstützt. Alternativ können Sie auch PHP verwenden. Zudem sollten Sie (lediglich) die folgenden Einstellungen aktivieren:

  • Komprimiere Seiten, so das[s] sie schneller an Besucher ausgeliefert werden.
  • Seiten für bekannte Benutzer nicht cachen.
  • Cache neu erstellen. Liefert eine Supercache-Datei an anonyme Besucher aus, während eine neue Datei erstellt wird.
  • Mobile device support.
  • Clear all cache files when a post or page is published or updated.

Den Rest dieses ersten Abschnitts können Sie ruhig deaktivieren. Klicken Sie nun auf Update-Status. Anschließend werden Sie aufgefordert, in Ihrer .htaccess-Datei Änderungen vorzunehmen. Das können Sie aber direkt aus dem Plugin heraus mit einem Klick erledigen. Falls das nicht klappt, müssen Sie die aufgeführten Änderungen manuell in die .htaccess-Datei im Hauptverzeichnis Ihrer Website aufnehmen.

WP Super Cache: Garbage Collection

Scrollen Sie nun herunter bis Sie bei der Expiry-Time & Garbage-Collection angelangt sind. Hier wird festgelegt, wie lange eine zwischengespeicherte Seite genutzt werden soll, bis sie neu geladen wird. Und in welchen Abständen WordPress überprüfen soll, ob sich veraltete Dateien im Zwischenspeicher befinden. Geben Sie bei Cache Timeout ruhig einen verhältnismäßig hohen Wert wie 18000 Sekunden ein, das sind umgerechnet 5 Stunden. Wenn sich auf Ihrer Website nicht häufiger als alle 5 Stunden etwas tut – und zwar regelmäßig – dann ist so ein Wert oder sogar ein höherer absolut vertretbar.

Wählen Sie darunter einen Timer von 3600 Sekunden, das bedeutet, dass WordPress jede Stunde einmal überprüft, ob zwischengespeicherte Seiten nicht mittlerweile einmal gelöscht werden müssten.

Für Ihre Benutzer hat sich nun viel verändert, denn sie werden signifikant schnellere Ladezeiten erleben. Für Sie ändert sich allerdings auch etwas. Denn wenn Sie nun etwas an Ihrer Website anpassen – und das gilt insbesondere für das Theme selbst – müssen Sie den Cache leeren. Gehen Sie hierzu auf den Registerreiter Inhalte und klicken Sie dort auf den Button Cache leeren. Dadurch werden alle zwischengespeicherten Inhalte gelöscht und beim nächsten Besuch neu angelegt. Und Ihre Besucher bekommen alle Änderungen wie gewünscht angezeigt.

6. Kommentare auf mehrere Seiten verteilen

Wenn Sie eine rege Community auf Ihrer Website haben, dann kann die Kommentarsektion schon einmal ausufern. Und das drückt natürlich die Geschwindigkeit des Seitenaufbaus. Teilen Sie deshalb die Kommentare auf mehrere Seiten auf.

WordPress Kommentare auf Seiten aufteilen

Gehen Sie im Backend auf Einstellungen • Diskussion und aktivieren Sie die Option Breche Kommentare in Seiten um, mit x Top-Level-Kommentaren pro Seite und zeige die y Seite standardmäßig an. Der Standardwert ist 50, je niedriger, desto geringer die Ladezeit. Wenn Ihre Beiträge üblicherweise 800 Kommentare aufweisen, dann dürften 15 Einträge pro Seite etwas wenig sein – machen Sie diesen Wert also nicht nur von der Ladezeit, sondern auch von der Benutzerfreundlichkeit abhängig. Als zweiten Wert wählen Sie den Standardwert letzte aus, damit die neusten Kommentare auf der ersten Seite angezeigt werden.

7. Retina-Bilder nur laden, wenn sie benötigt werden

Dank Apple haben wir mittlerweile alle Smartphones, die mit Retina- bzw. hochauflösenden Bildschirmen ausgestattet sind. Auch Monitore für Desktop-Rechner und Notebooks weisen diese immer häufiger auf. Das Besondere daran ist, dass auf derselben physischen Fläche die doppelte Anzahl an Bildpunkten angezeigt werden kann. Ein einfaches Beispiel: Wenn Sie auf einem normalen Monitor ein Bild haben, dass 1000 x 1000 Pixel groß ist, wird es über eine Fläche von 1000 x 1000 Pixeln angezeigt, also in voller Größe. Auf einem Retina-Bildschirm reicht es hingegen nur, um in 500 x 500 Pixeln scharf dargestellt zu werden. Sie benötigen für Retina-Bildschirme also immer die doppelte Größe.

WP Retina 2x einrichten

Damit das gut geht, gibt es für WordPress ein nützliches Plugin namens WP Retina 2x. Es sorgt dafür, dass die doppelte Größe nur an Geräte ausgegeben wird, die sie tatsächlich benötigen – sodass Sie zumindest für diejenigen die Website-Ladezeit verbessern, die diese großen Bildern nicht benötigen. Nachdem Sie das Plugin installiert und aktiviert haben, können Sie unter Meow Apps • Retina einige Einstellungen vornehmen. Deaktivieren Sie hier alle Größen, für die Sie die Erzeugung eines Retina-Bildes nicht benötigen – mit anderen Worten alle Größen, die Sie gar nicht verwenden.

Aktivieren Sie zudem die Option Generate on new upload and regenerate, damit alle künftig hochgeladenen Bilder automatisch angepasst und die bestehenden neu generiert werden. Als Methode ist in den meisten Fällen Responsive-Images (Native WP 4.4+) empfehlenswert. Die Retina-Qualität können Sie ebenfalls festlegen, ein Wert von 90 ist in Ordnung. Je niedriger, desto niedriger die Qualität – aber auch die Ladezeit der Retina-Grafiken.

Wichtig ist bloß, dass Sie künftig die Bilder in den richtigen Maßen hochladen. Und zwar immer in der doppelten Größe, die benötigt wird. Im Bereich Disabled Sizes zeigt Ihnen das Plugin alle Bildformate an und welche Auflösung für Retina benötigt wird. Abhängig davon, wo das jeweilige Bild also später landen oder wie es eingebunden werden soll, ist eine andere Größe erforderlich.

8. Revisionen deaktivieren

WordPress bietet Ihnen mit Revisionen ein Feature, das auf den ersten Blick nützlich erscheint. Es erlaubt Ihnen, ältere Versionen Ihrer Beiträge und Seiten anzusehen, falls Sie Fehler gemacht haben, die Sie nun rückgängig machen möchten. Das Problem ist nur: Jede Revision belegt Platz in der Datenbank und verlangsamt die Zeit, die benötigt wird, um sie zu durchsuchen. Überlegen Sie einmal, wie oft Sie einen Beitrag zwischenzeitlich abspeichern und wie viele vollkommen unnötige Kopien davon anschließend in der Datenbank sind.

Meiner Meinung nach ist das Revisionen-Feature überflüssig. Denn der Editor bietet Ihnen ja bereits die Möglichkeit, zahlreiche Schritte rückgängig zu machen. Außerdem werden Beiträge ohnehin oft extern vorgeschrieben (bitte nur nicht in Word). Also können Sie es auch einfach deaktivieren.

Öffnen Sie dazu die Datei wp-config.php in Ihrem WordPress-Hauptverzeichnis. Fügen Sie folgende Zeile hinzu, am besten direkt vor den MySQL-Einstellungen:

define( 'WP_POST_REVISIONS', false );

Das deaktiviert die Revisionen gänzlich. Wenn Sie diese bloß einschränken wollen, fügen Sie stattdessen folgende Zeile hinzu und passen Sie die Zahl der Revisionen an Ihre Wünsche an:

define( 'WP_POST_REVISIONS', 3 );

Da der Standardwert true ist und unendlich viele Revisionen speichert, machen Sie damit bereits Fortschritte. Aber glauben Sie mir, das Feature brauchen Sie ohnehin fast nie. Also weg damit und Platz sparen.

9. Hintergrundvideos komprimieren und andere Videos auslagern

Videos können, wenn sie nicht gerade beim Laden der Seite automatisch starten, eine schöne Ergänzung Ihrer Inhalte sein. Aber auch sie können Probleme bei der Ladezeit verursachen. Wenn Sie Hintergrund-Videos statt -Bilder einsetzen, dann sollten Sie darauf achten, diese genauso wie Bilder zu komprimieren.

Verringern Sie zunächst die Länge des Videos auf höchstens 10-15 Sekunden. Wählen Sie ein Video, das sich für eine Endlosschleife eignet, dann merken Ihre Besucher gar nicht, wie kurz es ist.

Darüber hinaus sollten Sie es ordentlich komprimieren, z.B. mit Compressor für den Mac oder mit HandBrake. Probieren Sie verschiedene Qualitätsstufen aus und wählen Sie eine, bei der das Video nicht größer als 1 MB ist.

Die beste Möglichkeit, die Ladezeit durch Hintergrund-Videos zu verringern, ist aber, sie ganz von der Website zu verbannen. Abgesehen davon, dass sie enorme Mengen Bandbreite schlucken, nerven sie Ihre Nutzer. Denn sie lenken vom eigentlichen Content ab. Wenn ein Video nicht durch das, was Sie anbieten, schon zwingend erforderlich ist, weil es sich so sehr aufdrängt, dann lassen Sie es sein und wählen Sie stattdessen ein aussagekräftiges Bild.

Für alle anderen Videos gilt, dass Sie diese niemals auf Ihrem eigenen Webspace hosten, sondern immer auslagern sollten, z.B. zu YouTube oder Vimeo. Richtige Videos belegen viel zu viel Bandbreite und zwingen Ihren Server in die Knie, überlassen Sie das Ausliefern lieber Google oder anderen Anbietern.

10. Trackbacks & Pingbacks deaktivieren

Früher war es üblich, dass Blogs sich untereinander "benachrichtigten", wenn sie Bezug auf den Beitrag des anderen genommen haben. Je nach Konfiguration des Blogs sorgte das dann dafür, dass automatisch unter dem Beitrag ein Link zur Stellungnahme des jeweils anderen zu finden war. Heute ist das genauso kindisch wie Blogrolls mit Links zu befreundeten Blogs oder Blogparaden.

WordPress Trackbacks und Pingbacks deaktivieren

Deshalb und weil sie ebenfalls die Ladezeit beeinflussen kann, sollten Sie diese Funktion am besten vollständig deaktivieren. Gehen Sie hierzu einfach im Backend auf Einstellungen • Diskussion und entfernen Sie die Häkchen bei Versuche jedes in Beiträgen verlinkte Weblog zu benachrichtigen (verlangsamt das Veröffentlichen) sowie Erlauben Sie Link-Benachrichtigungen von anderen Blogs (Pingbacks und Trackbacks) bei neuen Beiträgen.

11. Das More-Tag nicht vergessen

Eine Kleinigkeit, die gerne vergessen wird, ist das sogenannte More-Tag. Es wird im Editor sowohl bei Beiträgen als auch Seiten eingefügt, um eine Stelle festzulegen, an der die Vorschau abgeschnitten werden soll. Das sorgt zum Beispiel dafür, dass auf der Übersichtsseite Ihres Blogs nicht alle Beiträge im Volltext stehen, sondern dass nur ein Teaser angezeigt wird samt Button "Weiterlesen…".

Leider vergessen viele Betreiber, dieses Tag zu setzen, vor allem bei Unterseiten, aber manchmal auch bei Blogbeiträgen. Dabei verlängert das die Ladezeit teilweise erheblich und hat noch einen weiteren, ganz entscheidenden Nachteil: Es sorgt für Duplicate Content. Denn Ihre Beiträge und Seiten sind dann über verschiedene Archivseiten im Volltext verfügbar – neben dem Volltext in der Einzelansicht. Google könnte das für einen Betrugsversuch halten und denken, dass Sie versuchen, mit demselben Inhalt auf verschiedenen Unterseiten mehrmals in die Suchergebnisse zu kommen.

WordPress More-Tag setzen

Um das zu vermeiden, setzen Sie einfach bei jeder Seite und jedem Blogbeitrag ein More-Tag. Sie erzeugen es durch den vorletzten Button in der ersten Zeile der Symbolleiste (in der Text-Ansicht heißt er schlichtweg more).

12. Auf ein schnelleres Theme umsteigen

Manchmal helfen alle Bemühungen nichts. Ihr Theme ist einfach langsam, weil es vollkommen aufgebläht daherkommt, mit zahlreichen Funktionen die Sie gar nicht benötigen, mit unzähligen Design-Varianten, die Ihnen nicht weiterhelfen, weil Sie immer nur eine gleichzeitig verwenden können.

Dann ist es Zeit, für einen Theme-Wechsel. Lassen Sie sich entweder eines maßschneidern oder setzen Sie zumindest auf ein Theme eines Drittanbieters, der weiß, was er tut. Auf die Entwickler bei Theme Forest und ähnlichen Plattformen trifft das fast ausschließlich nicht zu. Sie widersetzen sich Programmierstandards und verursachen Themes, die alles andere als empfehlenswert sind. Sie sind nicht nur falsch programmiert und voller Fehler, sondern auch langsam und träge. Lassen Sie sich nicht vom hübschen Äußeren blenden.

Wir arbeiten seit Jahren ausschließlich mit Themes von StudioPress, die auf dem Genesis-Framework basieren. Ich würde Ihnen an dieser Stelle gerne einen anderen Anbieter empfehlen, aber bisher ist mir keiner untergekommen, der auch nur eine ähnlich hohe Qualität bietet. Schauen Sie sich in jedem Fall genau an, welche Funktionen Ihr Theme aufweist und ob Sie die wirklich alle benötigen. Entscheiden Sie sich hier lieber für Minimalismus statt Funktionsumfang, Sie werden später bedeutend weniger Ärger damit haben. Und wenn ein Theme mit einem sogenannten "Site Builder" kommt, dann laufen Sie ganz weit weg, denn solche Baukastenlösungen bedeuten niemals etwas Gutes.

Alternativ können Sie natürlich auch auf kostenlose Themes aus dem offiziellen WordPress Repository zurückgreifen. Diese halten sich wenigstens an Coding-Standards und sind vom WordPress-Team überprüft worden. Allerdings sind sie quasi nie für den professionellen Einsatz geeignet. Kostenlose Themes sind die selbstausgedruckten Visitenkarten des Internets. Sie funktionieren, aber einen guten Eindruck machen Sie damit selten.

13. PHP 7 einsetzen

Es dauerte lange, bis endlich eine neue PHP-Version veröffentlicht wurde. Aber mit PHP 7 war es endlich so weit und neben Programmierern profitieren auch Sie davon. Denn PHP 7 ist so viel schneller als sein Vorgänger, dass Sie es bei der Performance Ihres Server wirklich spüren können. Was ihn vorher an seine Grenzen trieb, nimmt er jetzt vielmehr als laues Lüftchen wahr. Das hilft der Ladezeit Ihrer Website vor allem dann, wenn sich viele Besucher gleichzeitig darauf befinden.

Um herauszufinden, welche PHP-Version auf Ihrer Website läuft, müssen Sie eine neue Datei erstellen, die Sie einfach check.php nennen oder wie Sie möchten, wichtig ist nur die Endung .php und dass sie den folgenden Inhalt enthält:

<?php
echo phpversion();
?>


Laden Sie diese Datei in das Hauptverzeichnis Ihrer Website hoch und rufen Sie sie über die URL http://www.ihre-website.de/check.php auf. Nun wird Ihnen Ihre PHP-Version angezeigt.

Falls dort keine 7er-Version steht, sollten Sie über ein Update des Servers oder Webspaces nachdenken. Um zu überprüfen, ob alle Themes und Plugins Ihrer WordPress-Website mit PHP 7 kompatibel sind, können Sie das Plugin PHP Compatibility Checker installieren und aktivieren.

Gehen Sie anschließend im Backend zu Werkzeuge • PHP Compatibility und klicken Sie auf Run. Der Test kann ein paar Minuten dauern, verrät Ihnen aber am Ende, ob Sie problemlos umstellen können.

Fällt das Ergebnis positiv aus, ändern Sie die PHP-Version Ihres Server oder Webspace-Pakets auf PHP 7 oder bitten Sie Ihren Provider um eine Umstellung. Fortan sollte Ihr Server deutlich ruhiger laufen. Vergessen Sie nicht, die check.php und PHP Compatibility Checker am Ende wieder zu löschen.

14. Einen schnelleren Server oder besseren Webspace buchen

Wenn Ihre Website trotz aller Änderungen und Bemühungen immer noch langsam ist, dann liegt es womöglich an Ihrem Server oder Webspace. Gerade Webspace-Pakete sind häufig sehr langsam, weil Sie sich hier teilweise mit Hunderten oder Tausenden von anderen Kunden einzelne Server teilen müssen. Während nachts alles läuft, ist die Website am Nachmittag kaum zu erreichen.

Grundsätzlich können Sie die Qualität von Webspace bis zu einem gewissen Grad am Preis festmachen. Es lässt sich jedenfalls sagen, dass Webspace für 3 Euro nicht empfehlenswert ist, nicht einmal für eine private Website und für eine Firmenwebsite schon gar nicht. Mindestens 7 bis 8 Euro pro Monat sollte er für eine kleine, nicht zu stark frequentierte Website kosten. Besser entscheiden Sie sich noch für einen Managed V-Server oder einen Managed Server. Den V-Server teilen Sie sich üblicherweise mit deutlich weniger Personen und der Server gehört Ihnen sogar ganz allein.

Nicht empfehlenswert sind übrigens Anbieter wie Strato oder 1&1, sie bieten bloß Billiglösungen für die Masse an. Ebenfalls große Anbieter wie ALL-INKL sind hier deutlich besser, wenngleich natürlich kleinere (und teurere Anbieter) noch etwas mehr bieten.

Was muss ich tun, um die Geschwindigkeit zu erhalten?

Der Prozess, eine Website wirklich schnell zu machen, ist aufwändig und langwierig. Wenn Sie die oben beschriebenen Schritte alle umgesetzt haben, werden Sie wissen, was ich meine. Es wäre doch schade, wenn diese Arbeit umsonst war, weil die Website nicht dauerhaft ihre hohe Geschwindigkeit behält. Sie können allerdings etwas dafür tun, dass es so bleibt.

Niemals aufhören, Bilder zu komprimieren

Das Wichtigste, was Sie dauerhaft tun können, ist die regelmäßige Komprimierung aller Bilder. Jedes Mal, wenn Sie ein Bild hochladen möchten, sollten Sie es vorher zuschneiden und komprimieren. Es gibt dafür keine Ausnahme. Und keinen Grund, es nicht zu tun. Wenn Sie das allein beherzigen, dann wird Ihre Website immer pfeilschnell bleiben.

Datenbank-Müll entfernen

Zusätzlich können Sie ab und an noch ein wenig aufräumen. Dazu gehört natürlich auch, alte oder zwischenzeitlich hinzugekommene Themes und Plugins zu löschen, die nicht mehr benötigt werden. Es kann aber auch bedeuten, den Müll aus der Datenbank zu entfernen, der sie über Zeit träge macht.

WP-Optimize einrichten und Website-Ladezeit verbessern

Am einfachsten geht das mit dem Plugin WP-Optimize. Nachdem Sie es installiert und aktiviert haben, können Sie es direkt aus dem Hauptmenü im Backend aufrufen. Machen Sie am besten vorher ein Backup Ihrer Datenbank für den Fall, dass etwas schiefgeht.

Setzen Sie dann überall dort Häkchen, wo WP-Optimize etwas gefunden hat (abgesehen von den roten Einträgen) und klicken Sie oben auf den großen Button Alle ausgewählten Optimierungen ausführen. Die roten Einträge können etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen, weshalb Sie diese bloß einzeln mit dem danebenstehenden Button Optimierungen ausführen durchführen sollten. Anschließend dürfte Ihre Datenbank wieder zügig laufen.

Installieren Sie Updates

Auch Updates können wichtig für den reibungslosen Aufbau Ihrer Website sein. Denn mit ihnen werden nicht nur Sicherheitslücken geschlossen, sondern auch Fehler beseitigt. Fehler, die dazu führen können, dass Ihre Website langsamer lädt. Es ist daher aus sehr vielen Gründen empfehlenswert, sowohl WordPress als auch alle Plugins regelmäßig zu aktualisieren.

Zusammenfassung

WordPress ist langsam? Mitnichten. Meist sind es bloß Theme und Server, die lange Ladezeiten verursachen. Und natürlich die Anwender, die viel zu große Bilder in ihre Website quetschen. All das sorgt dafür, dass eine Website, die eigentlich im Bruchteil einer Sekunde geladen werden könnte, mehrere Sekunden benötigt. Und dass man den Bildern streifenweise beim Laden zuschauen kann. Für Nutzer ist das weder erträglich noch nachvollziehbar. Und sie werden immer anspruchsvoller. Fassen Sie sich also ein Herz und halten Sie sich an die obigen Anweisungen. Dann werden Ihre Besucher viel Freude beim Surfen auf Ihrer Website haben – und häufiger zu Kunden werden.

Foto: Unsplash.com / Michelle Wiles

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