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Die Standortwahl kann die Qualität beeinflussen

Standortwahl, Qualität (Foto: Nahansicht einer Zapfsäule)

Die Standortwahl von Produktions- und Versandstätten kann mitunter die Qualität der angebotenen Produkte und Leistungen beeinflussen. Dies ist vor allem dann feststellbar, wenn durch den Standort Kosten gespart oder Unannehmlichkeiten umgangen werden sollen – und kann am Ende teuer werden. Amazon ist dafür ein mahnendes Beispiel.

Auswege aus dem deutschen Recht

Kaum ein Konzern wird hierzulande derart häufig und hartnäckig bestreikt wie Amazon – und keiner geht derart souverän damit um. Selbst in der hektischen Weihnachtszeit, in der Gewerkschaften gerne zuschlagen, um der Bevölkerung ihr Fest zu zerstören, damit sie vor ihren Lieben mit leeren Händen dastehen, gelingt es dem Versandhändler immer wieder, den Angriff weitestgehend unbeschadet zu überstehen.

Grund dafür sind nicht nur eine Menge zusätzlicher Kräfte, die Amazon üblicherweise in kürzester Zeit beschafft, sondern auch Lagerzentren außerhalb Deutschlands. Die natürlich von deutschem Streikrecht nicht berührt werden. Amazon betreibt mehrere Logistikzentren in Polen, genauer in Posen und in Breslau, über die auch Waren an Kunden in Deutschland versandt werden.

Qualitätseinbußen gegenüber den Kunden

Für Amazon selbst ist diese breite Standortwahl natürlich vorteilhaft, weil sie Streiks und Engpässen so besser vorbeugen können. Für Kunden hat dies zuweilen einen faden Beigeschmack. Die eigentlich versprochene Prime-Lieferung am nächsten Tag dauert so gerne auch einmal zwei Tage. Und die Qualität der Ware lässt nicht selten zu wünschen übrig, da das dort angestellte Personal offenbar nicht ganz so sorgfältig mit der Ware umzugehen scheint. Insbesondere Waren, die nicht geschützt verpackt sind, wie beispielsweise Bücher, kommen gerne einmal lädiert beim Kunden an.

Das könnte daran liegen, dass der Mindestlohn in Polen weniger als ein Drittel des Mindestlohns in Deutschland beträgt. Arbeitskräfte sind so erheblich günstiger, aber möglicherweise (und verständlicherweise) auch nicht ganz so sorgfältig bei der Ausübung ihres Berufes. Wenngleich sie für den längeren Lieferweg nichts können.

Einsparungen können teuer werden

Bei der Standortwahl stellt sich stets die Frage, ob die Einsparungen auf der einen Seite (niedrigere Löhne, Einhaltung des Lieferversprechens auch bei Streiks) und die negativen Konsequenzen auf der anderen Seite (längere Lieferzeit, höhere Liefergebühren, ggf. schlechtere Arbeitsleistung) sich wirklich die Waage halten. Amazon ist ein Konzern, der eigentlich nur wenig Kompromisse eingeht, wenn es um die Zufriedenheit der Kunden geht. Die Probleme mit den polnischen Logistikzentren dürften auch ihnen ein Gräuel sein.

Unternehmen müssen sich die Wahl des Standortes deshalb gut überlegen. Wer solche strategisch wichtigen Entscheidungen bloß aus Einsparungen begründet, läuft Gefahr, den Kunden aus den Augen zu verlieren. Deutsche Arbeitskräfte sind teuer und genießen umfassende Rechte, deren Umfang man anzweifeln darf. Aber sie sorgen gleichzeitig für eine hohe Qualität und Arbeitsleistung und ein deutscher Standort ermöglicht zugleich eine schnelle Reaktionsfähigkeit aufgrund kürzerer Wege. Es lohnt sich nicht immer, den Problemen einfach aus dem Weg zu gehen.

Foto: Unsplash.com / Gab Pili

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