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Selbstvermarktung für Künstler

Selbstvermarktung für Künstler

Einmal im Mittelpunkt einer Ausstellung stehen. Einmal die Welt davon überzeugen, dass man Kunst kreiert statt einfach nur zu malen. Die Ziele von Künstlern sind oftmals mehr ideeller als monetärer Natur, anderenfalls – das sagen sie selbst – hätten sie sich wahrscheinlich für einen leichteren Weg entschieden. Die Anerkennung, die man sich wünscht, vom Geld zu trennen, ist hingegen schwierig. Ohne Selbstvermarktung wird es mit beidem nichts und die Kunst zur reinen Frustration. Deshalb möchten wir Ihnen ein paar Wege zeigen, wie Sie sich als Künstler abheben und vermarkten können, ohne den Kern Ihrer Arbeit vernachlässigen zu müssen.

Warum Künstler sich nicht gerne vermarkten

Während Unternehmen naturgemäß nach Erfolg und Reichtum streben, sehen Künstler dieses Ziel differenzierter. Sie haben in der Regel nichts dagegen, mit ihrer Kunst für ein gutes Auskommen zu sorgen, davon darf ihre Kunst hingegen nicht abhängen. Sie muss frei sein vom Kapitalismus, den sie so oft kritisiert. Sie muss geschaffen werden, auch wenn sie gerade nicht erfolgreich ist.

Künstler stehen dem Thema Marketing deshalb oftmals nicht besonders aufgeschlossen gegenüber, schließlich dient es nicht gerade wenigen Marktteilnehmern dazu, den Menschen ihre Produkte unterzujubeln. Marketing hat schon in der herkömmlichen Marktwirtschaft einen faden Beigeschmack, aus Sicht der Künstler gilt das umso mehr.

Dennoch sollte man sich bewusst machen, dass man Marketing, wie Kunstwerke, mit seinem eigenen Inhalt füllen muss. Marketing kann missbräuchlich sein, wenn man es einsetzt, um wissentlich minderwertige Produkte zu verkaufen. Oder es kann eingesetzt werden, um mit hervorragenden Produkten Menschen glücklich zu machen. Oder Hilfsorganisationen dabei zu unterstützen, Menschen zu helfen. Oder Künstlern zu ermöglichen, dass ihre Kunst und ihre Botschaft wahrgenommen werden.

Das richtige Maß

Deshalb sollte man gerade als Skeptiker besonders viel Sorgfalt darauf verwenden, das richtige Maß zu finden. Es gibt nicht nur Jeff Koons, der mehr Marketingmaschinerie als Kunst zu betreiben scheint – wenngleich er gerade für diese Leistung zu bewundern ist. Es gibt noch viele Graubereiche bis hin zum reinen Weiß.

Selbstvermarktung für Künstler muss sich auf die Generierung von Aufmerksamkeit konzentrieren, auf die Botschaft der Kunst, die man vermitteln will. Nicht auf zwei Werke zum Preis von einem. Es muss subtil sein, und doch effektiv. Dann kann es jedem Künstler ermöglichen, seine Werke endlich der Welt zu präsentieren anstatt bloß den ausgesuchten Gästen des eigenen Ateliers.

Hingehen, wo die Menschen sind

Für Marketing gilt egal in welchem Kontext: Man muss dort mit seiner Botschaft hingehen, wo die Menschen sind. Und das ist, bei allem Respekt für die zum Teil hervorragenden Galeristen, nicht mehr die Galerie. Es sind auch nicht die kleinen privat organisierten Ausstellungen. Es ist das Internet. Ob es einem gefällt oder ob man es ablehnt, aber die eigene Einstellung ändert nichts an dieser Tatsache.

Menschen sind bei Instagram, bei Snapchat, bei Facebook. Zumindest im Jahr 2017. Man kann von den Plattformen halten, was man möchte. Man mag die Unternehmen dahinter verurteilen. Man mag die Menschen oberflächlich finden, die sie nutzen. Aber all das ändert nichts an der Tatsache, dass sie dort und nirgendwo anders sind, dass mittlerweile ein Großteil ihres Lebens in dem Gerät stattfindet, das sie täglich stundenlang in der Hand halten.

Wer als Künstler in die Köpfe der Menschen will, muss zuerst in ihr Smartphone.

Instagram für Künstler

Social Media für Künstler

Insbesondere Instagram wird gerne abgetan als Platz für die Pseudo-Künstler. Für die Hobbymaler, denen es nicht um echte Kunst, sondern um den Verkauf von Prints geht. Deren Werke in Studentenwohnzimmern statt in Museen hängen sollen.

Das ist zum Teil richtig. Aber zum Teil auch falsch. Immer mehr professionelle Künstler zieht es auf diese und andere Plattformen. Weil sie verstanden haben, dass ihre eigene Kunst nicht durch die Werke definiert wird, die andere dort ausstellen. Genauso wenig wie es die eigene Kunst beeinträchtigt, wenn man sie in einem Atelier ausübt, das neben dem örtlichen Kindergarten liegt. Beurteilt werden kann nur, was dabei herauskommt, nicht wo etwas gemacht oder gezeigt wird.

Instagram zuerst

Wenn man sich nur auf eine Plattform konzentrieren will, dann sollte es Instagram sein. Es ist die derzeit größte Fotocommunity und hat nach ein paar schleppenden Jahren nun wieder den Status des Kult-Netzwerks. Der Konkurrent Snapchat hat eher dafür gesorgt, dass Instagram noch mehr Fahrt aufnimmt, weil es endlich aus seinem Tiefschlaf erwacht ist. Erstellen Sie sich also zuerst einen Account bei Instagram und pflegen Sie dort Ihre ganz eigene Galerie.

Der Vorteil von Instagram ist, dass der Fokus immer noch auf dem eigenen Profil liegt. Sie können zwar Stories anlegen wie bei Snapchat, aber für Künstler ist vor allem die Zurschaustellung der eigenen Werke wichtig.

Das Profil als Galerie

Dabei geht es gerade nicht um eine farblich korrekte Abbildung mit hochwertigen Scans, sondern um ein lockeres Foto aus schrägem Winkel. Am besten direkt aus dem Atelier, garniert mit Farbtuben und Pinseln. Überhaupt ist Instagram ein toller Weg, um nicht nur Bilder der eigenen Werke, sondern auch der Arbeitsweise zu zeigen. Oder sogar kurze Videos.

Instagram dient nicht bloß als Galerie, sondern als Besichtigung des Ateliers. Menschen wollen heute Kunst nicht mehr nur an der Wand hängen sehen, sie wollen in den Künstler eintauchen, in sein Leben, seine Arbeit, seine Gedanken. Ein Instagram-Profil kann das zumindest zu einem Teil abbilden. Und besser als das jeder Galerie bisher gelungen ist.

Künstler sollten zunächst für ein einheitliches Profil sorgen – sich also entscheiden zwischen eher lichtdurchflutet oder dunkel, eher kalte oder warme Farben, überhaupt Farbe oder lieber Schwarzweiß. Das kann dann immer wieder durchbrochen werden. Ein einheitliches Profil hilft aber dabei, Follower zu gewinnen, einfach weil diese so besser einschätzen können, was sie hier erwartet. Sie ab und an zu überraschen stört hingegen keineswegs.

Instagram Follower gewinnen

Um Aufmerksamkeit zu bekommen, benötigt man Menschen, die sie einem schenken. Bei Instagram sind das vor allem die eigenen Follower, deshalb lohnt es sich, diesen Zahlenwert zu steigern. Abstand nehmen sollte man allerdings in jedem Fall von gekauften Followern. Nicht nur weil es gegen die Richtlinien des Netzwerks verstößt und dazu führen kann, dass irgendwann der dennoch mühsam aufgebaute Account vollständig entfernt wird, sondern weil der Effekt vollkommen überbewertet wird.

Gekaufte Follower sind keine Personen, die einem tatsächlich folgen. Es sind leblose Accounts. Sie dienen nur dazu, die Zahl der Follower inflationär zur erhöhen, aber bringen kein einziges Prozent mehr an Aufmerksamkeit. Sie liken und kommentieren und teilen auch nichts, sie sind einfach nur eine Zahl. Dass unbedarfte Instagrammer auf diese Zahl schauen, stimmt, aber jeder, der sich in der Branche ein wenig auskennt, bemerkt den Schwindel sofort. Und gerade in der Kunstbranche sollte man es sich niemals mit denen verscherzen, die etwas von ihrem Job verstehen. Vor allem nicht, um ein paar Menschen für sich zu gewinnen, die offenbar viel zu leicht zu beeindrucken sind.

Um Follower ehrlich und nachhaltig zu bekommen, ist es nötig, viel Arbeit zu investieren. Täglich müssen Fotos gepostet, die Fotos anderer geliked und kommentiert werden (nicht automatisiert, sondern per Hand), am besten täglich müssen neue Stories her, die einen Einblick gewähren. Es hat niemand behauptet, dass Instagram leicht sei. Oder Vermarktung an sich. Wer 8 Stunden pro Tag seiner Kunst widmet, kann ohne Weiteres noch 2, 4 oder auch 6 Stunden Marketing betreiben. Und sollte das auch tun.

Den erfolgreichen vom erfolglosen Künstler unterscheidet, dass er Kunst nicht nur als Berufung, sondern auch als Beruf betrachtet, ohne zu vergessen, dass es gleichzeitig seine Berufung ist. Niemand wird erfolgreicher Künstler, ohne hart dafür zu arbeiten. Und hart arbeiten bedeutet gerade nicht, nach 8 Stunden den Feierabend einzuleiten und den Pinsel in den Terpentinkanister zu werfen.

Künstler bei der Arbeit

Snapchat als Runner Up

Snapchat hält sich erstaunlich wacker gegen die Tatsache, dass Instagram dessen Features einfach kopiert und durch Facebook im Rücken sehr viel mehr Marktmacht hat. Es ist das Netzwerk, bei dem Künstler vor allem die Jugend erreichen. Das sind längst nicht mehr nur die 14 bis 15-Jährigen, sondern die gesamte Generation Z bis hin zu einigen Millennials.

Mit Stories Einblicke liefern

Bei Snapchat geht es für Künstler weniger darum, eine Galerie aufzubauen, sondern mithilfe von Stories über Arbeit und Leben zu berichten. Einen Einblick zu geben, noch viel tiefer als bei Instagram. Es ist die ideale Möglichkeit, sich begleiten zu lassen und hat einen enormen Vorteil gegenüber echten Atelier-Besuchen. Denn man kann diese Stories jederzeit aufnehmen, ohne dass es die eigene Konzentration stört, dabei aber trotzdem unentdeckte Einblicke geben.

Auch Instagram bietet eine solche Funktion an und auch dort ist es lohnenswert, in die Stories einzusteigen. Bei Snapchat bietet sich aber gerade die Gelegenheit, auch die jüngere Generation in ihren Zwanzigern abzuholen und bereits langfristig für die eigene Kunst zu begeistern. Das klingt nicht so attraktiv auf kurze Sicht, verspricht aber enormes Potenzial auf lange.

Snapchat Friends gewinnen

Snapchat Friends zu bekommen ist deutlich schwieriger als in anderen sozialen Netzwerken auf sich aufmerksam zu machen. Deshalb lautet Schritt 1, das Snapchat Profil überall zu bewerben: Bei Instagram, Twitter, auf der eigenen Website und wo auch immer das Icon sonst noch Platz hat.

Im Endeffekt läuft die Snapchat-Strategie aber auf dieselben Grundprinzipien hinaus wie Social Media Marketing generell: harte Arbeit. Auch bei Snapchat müssen jeden Tag Snaps und Stories gepostet und mit anderen interagiert werden. Social Media bedeutet gerade nicht, einfach nur seine Inhalte ins Netz zu stellen, sondern wie in echten Netzwerken auch mit anderen zu kommunizieren. "Uninteressiert" führt ganz schnell zu "uninteressant".

Inhaltlich sollte man – trotz der Parallelen zu Instagram – jedoch ganz klar unterscheiden: Snapchat ist sehr viel jünger, hipper, flippiger. Während man bei Instagram gut mit einem professionell geführten Hochglanzaccount durchkommt, wäre das bei Snapchat kontraproduktiv. Hier geht es um (vermeintliche) Authentizität. Je mehr man die Features und Filter und Lenses nutzt und je mehr Emoticons und Overlay-Text auf Snaps prangen, desto größere Chancen hat man, ein Teil der Community zu werden.

Es ist wie bei Parties. Wer mit dem Frack zur Studentenparty kommt, wird dort sehr viel Zeit für sich und seine Gedanken haben. Wer mit dem Mini-Rock und Netzstrümpfen zur Hochzeit kommt, wird freundlich hinausgebeten. Jede Marketingbemühung richtet sich immer nach der Zielgruppe, nicht nach dem, was man selbst gut findet. Man darf sich niemals verkaufen, aber man sollte sich trotzdem zu einem gewissen Maße in das Gesamtbild einfügen, um überhaupt die Möglichkeit zu erhalten, herauszustechen. Wie ein trojanisches Pferd.

Andere Social Networks

Es schadet generell nicht, auf anderen Plattformen unterwegs zu sein. Facebook ist naheliegend, weil dort „jeder“ ist, aber es ist dadurch auch verwaschen und bietet eigentlich nur Möglichkeiten für diejenigen, die kostenpflichtige Werbung schalten möchten. Die Sichtbarkeit der freien Inhalte wird immer weiter eingeschränkt.

Twitter hat diesen Fehler nicht gemacht, bietet dafür aber auch nicht die ideale Zielgruppe für Kunst. Es ist eher für Nerds und Medientypen gemacht, der Rest verteilt sich überwiegend auf die anderen Netzwerke.

Google+ hat keinerlei Relevanz mehr für überhaupt irgendjemanden und sollte deshalb großräumig umfahren werden.

YouTube hingegen bietet zahlreiche Möglichkeiten für Künstler. Hier kann man vor allem mit professionelleren Einblicken in die Arbeitsweise glänzen. Künstlern bei der Arbeit zuzuschauen ist für viele ein Traum und hilft ihnen dabei, eine Bindung zum Künstler aufzubauen. YouTube ist zwar groß geworden mit wackeligen Amateurvideos, damit erreicht man heute aber rein gar nichts. Wer nicht in der Lage ist, Videos ausgezeichneter Qualität zur Verfügung zu stellen, spart YouTube besser aus.

Darüber hinaus gibt es noch spezielle Netzwerke für Künstler bestimmter Branchen. Für Fotografie wären das zum Beispiel Flickr, 500px oder EyeEm. Allerdings sollte man hierbei darauf achten, dass sie zum Teil ihren Zenit überschritten haben. Wer die aktivste Foto Community und die meiste Aufmerksamkeit will, geht zu Instagram. Der Rest ist eher für Enthusiasten.

Musiker sollten sich einmal mit dem deutschen Startup SoundCloud auseinandersetzen. Daneben gibt es auch Konkurrenten wie Bandcamp oder ReverbNation. Sie alle bieten Musikern und Bands die Möglichkeit, auch abseits von großen Labels große Aufmerksamkeit zu erlangen.

Website für Künstler

Brauchen Künstler noch eine Website?

Bei all dem Hype um soziale Medien, fragt man sich als Künstler zurecht, ob man überhaupt noch eine Website benötigt. Immerhin bietet Instagram ein umfangreiches Profil und Kontaktmöglichkeiten. Wozu also noch eine Website?

Die Website sollte man dennoch niemals vernachlässigen. Das gilt für Unternehmer wie für Künstler. Sie sollte immer Dreh- und Angelpunkt aller Aktivitäten sein, deren Ziel stets sein muss, auf die Website zurückzuverweisen. Externe Plattformen sind wie Botschaften – eine erste Anlaufstelle, aber ohne das zugehörige Land funktionieren sie nicht. Der Tourist wird sich in der Botschaft nur erkundigen, sie ersetzt aber niemals den Besuch im Land selbst.

Das ist wichtig, denn über all diese externen Dienste hat man selbst keine Kontrolle. Man ist darauf angewiesen, was die Unternehmen dahinter machen. Sie könnten von heute auf morgen geschlossen werden (wie viele soziale Netzwerke vor ihnen). Sie könnten aber auch ihren Fokus von freiem Content weg in Richtung Werbung verlagern, wie Facebook das vormacht. Über eine eigene Website hat man aber Kontrolle und die sollte man nutzen.

Das Land muss mehr bieten als die Botschaft

Wer mit seiner Website über seine Social-Media-Profile hinaus erfolgreich sein will, muss dort allerdings etwas bieten. Zunächst einmal ist die Website eine fantastische Gelegenheit, um dort eine professionellere Galerie aufzubauen. Während bei Instagram eher die Schnappschüsse der eigenen Kunst liegen, muss man als Betrachter und Interessent auf die Website, um die Bilder in voller Pracht bewundern und sich wirklich mit ihnen auseinandersetzen zu können.

Dann sollten dort allerdings noch Inhalte warten, die gar nicht in den sozialen Medien zu finden sind. Informationen über Projekte. Anekdoten. Vor allem für schriftliche Beiträge eignet sich die Website sehr viel besser als Instagram – das sollte man nutzen und mehr über sich und seine Arbeit und seine Intention preisgeben.

Leser für das Blog gewinnen

Bei Millionen von Blogs ist es nicht immer ganz leicht, mit einem eigenen Blog erfolgreich zu sein. Dennoch lohnt sich dieses Format weiterhin, denn es ist eine gute Möglichkeit, seinen Anhängern Wert zu vermitteln und neue Interessenten dadurch anzuziehen.

Nun ist der Wert von Kunst schwierig zu beschreiben. Wer Waschmaschinen verkauft, kann Tipps zum Wäschewaschen geben, seine Hilfe ist von Wert. Der Künstler kann zwar anderen ebenfalls die Techniken seiner Kunst beibringen, er agiert damit aber womöglich an seiner Zielgruppe vorbei und lässt Kunst wie Hobby-Malerei aussehen.

Es ist daher empfehlenswert, das Blog für die Erweiterung der eigenen Botschaft zu verwenden. Wer mit seinen Werken die politische Lage hierzulande kritisiert, der tut gut daran, mit einigen Essays mehr über die eigene Position zu verraten. Beweggründe zu schildern, die zu den Werken geführt haben.

Der Künstler kann aber ebenso erläutern, wie sein Werk entstanden ist. Der Fotograf muss nicht dem Laien erklären, wie er ein ähnliches Foto macht. Er kann stattdessen eine Geschichte zum Foto liefern. Zum einen inhaltlich, zum anderen, welche technischen Widrigkeiten er zu bewältigen hatte, damit es ihm überhaupt möglich war, diese Bildkomposition derart in Szene zu setzen.

Es ist unabdingbar, mit seinen Inhalten Interesse zu wecken, so banal das klingen mag. Aber zu viele Blogs drehen sich vor allem darum, was dem Autor selbst gefällt, statt sich einmal die Frage zu stellen, was potenzielle Leser sich wünschen. Auch der Künstler ist nur Diener des Kunstinteressierten. Sich selbst zu fragen, was man von anderen Künstlern gerne lesen würde, kann hierbei helfen.

Die Sache mit dem Urheberrecht

Nicht ohne Grund machen sich Künstler Sorgen, dass sie die Rechte an ihren Werken aufgeben, weil sie nun überall im Internet zu finden sind. Dahingehend sollte man nicht besorgt sein, denn sein Urheberrecht kann man nicht aufgeben, selbst wenn man will. Man berechtigt die Netzwerke bloß zur Nutzung.

Insgesamt hilft es dennoch, das Urheberrecht hierbei nicht zu sehr in den Fokus zu stellen. Ja, es ist ist schade, wenn andere die eigenen Werke verwenden, ohne darauf hinzuweisen, wer sie erstellt hat. Aber das gehört heute zum Lebensrisiko und dagegen lässt sich juristisch vorgehen.

Die meisten versehen die Bilder mit einer Attribution und das sollte Künstler freuen. Denn das steigert lediglich die Aufmerksamkeit. Niemand nimmt einem das Bild weg, es ist nur ein Foto des eigenen Werkes. Das Original behält man. Mit dem Instagram Foto kann kaum jemand etwas anfangen. Es eignet sich nicht einmal für den Druck.

Künstler sollten also bloß sicherstellen, dass sie als Urheber ihrer Werke genannt werden, aber ansonsten den Menschen freie Hand lassen, ihre Werke und damit ja auch ihre Botschaft frei zu teilen. Dass das heute möglich ist, ist kein Nachteil. Es schmälert nicht das Interesse am Original, ganz im Gegenteil: Es entfacht dieses erst.

Marketing für Künstler

Umtriebig sein

Was das digitale Marketing betrifft, ist man mit einer ansprechenden Website und wenigstens einem Instagram-Profil bereits gut bedient. Je mehr desto besser, solange man inhaltliche Qualität gewährleisten kann.

Generell gilt jedoch, dass man als Künstler stets umtriebig sein sollte. Gelegenheiten ergeben sich nicht, weil man auf sie wartet. Sie kommen fast nie von allein, man muss um sie kämpfen. Je mehr Pfeile man auf das Dartboard wirft, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass einer davon stecken bleibt, vielleicht sogar mitten im Bull’s Eye.

Sich zu verstecken und darauf zu hoffen, die nächste große Entdeckung zu sein, ist hingegen faul. Wer Künstler geworden ist, weil er es beschaulich mag, ist vollkommen falsch in dieser Branche. Denn er hat nicht verstanden, dass die eigentliche Kunst nur die Spitze des Eisbergs ist. Sie kommt zum alltäglichen Geschäft dazu. Gerade am Anfang tut der aufstrebende Künstler gut daran, sogar mehr Zeit pro Tag in Marketing und Business Development zu stecken als seiner eigentlichen Kunst zu widmen.

Sinnvolle Selbstvermarktung für Künstler

Zugegeben, die Selbstvermarktung für Künstler ist ein schwieriges Thema. Auf der einen Seite möchte der Künstler ja wahrgenommen werden, auf der anderen Seite sollte es von allein passieren, nicht durch so etwas wie Werbung. Der Galerist sollte durch einen Zufall auf sie aufmerksam werden und die Karriere einleiten. Und der Künstler sollte sich bloß auf seine Kunst konzentrieren müssen.

Das jedoch ist ein Wunschgedanke, der schon viele Künstler in den Ruin getrieben hat. Und ohne Geld lässt sich bekanntlich auch nicht malen. Oder leben. Des Weiteren leben wir nicht mehr im Zeitalter der alten Meister, in dem man noch von Haus zu Haus ging. Diese Zeit ist vorbei. Wir leben in einem Zeitalter, in dem niemand mehr den anderen besucht, in dem Telefonanruf und Kurznachricht schon zu mühsam sind und man lieber die Sprachnachricht wählt. Menschen konzentrieren sich auf das, was in ihrem Smartphone passiert. Und sie reden auch nicht über Künstler, zu denen sie keinen Link teilen können. Sei es zur Website oder zum Instagram-Profil.

Man mag das für roh halten, für verkommen. Aber es ist einfach eine neue Epoche, in der sich auch Künstler erst zurechtfinden müssen. Im Gegensatz zu allen anderen haben sie aber einen Vorteil: Sie können ihre Gedanken dazu weiterhin in ihrer Kunst verarbeiten. Und vielleicht sogar eine Veränderung der Gesellschaft bewirken. Vorausgesetzt, man erfährt von ihren Werken.

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