Oops, leider verwenden Sie einen wirklich alten Browser! Für uns ist das in Ordnung, aber als zukunftsorientierte Agentur setzen wir Technologien ein, die Ihr Browser nicht unterstützt. Diese Website wird also nicht dargestellt, wie sie aussehen sollte. Bitte tun Sie sich und dem Internet einen Gefallen und laden Sie eine aktuelle Version von Chrome, Firefox oder Safari herunter. Sie werden das Web mit ganz anderen Augen sehen und viel sicherer surfen.

Die geheimen Verstrickungen von Instagram

Geheime Verstrickungen bei Instagram

Während Instagram früher als Mädchennetzwerk abgestempelt wurde, mit dem höchstens L’Oréal Geld verdienen könne, ist es mittlerweile zu einem der beliebtesten Social Networks herangewachsen. Konkurrenten wie Snapchat lässt es hinter sich, indem es einfach deren beste Features plagiiert. Die Inhalte sind einfach zu erstellen, bedürfen keiner großen Aufmerksamkeitsspanne des Lesers und sind meist schöner anzusehen als Texte bei Facebook oder Twitter. Mit dem Erfolg kommen aber auch Schattenseiten daher.

Instagram und die mafiösen Strukturen

Aktuell befinden sich zwei Beiträge im Umlauf, die die Mechanismen hinter erfolgreichen Instagram-Accounts thematisieren.

Es ist von mafiösen Methoden die Rede, mittels derer die Influencer versuchen, ihre Reichweite zu vergrößern. Und alles läuft letztlich darauf hinaus, die Algorithmen des Netzwerks zu überlisten. Dass diese Strategien angewandt werden, ist unbestritten – und verständlich. Schließlich geht es hierbei für einige Teilnehmer um viel Geld.

Problematisch ist das alles aber nur aus der Sicht eines Mitspielers.

Werben mit Influencern, ein Spiel mit dem Feuer

Unternehmen, die mithilfe von Influencern auf Instagram werben, müssen seit jeher vorsichtig sein. Die unprofessionelle Vorgehensweise der meisten Influencer hat schon für allerlei PR-Debakel gesorgt. Immer problematischer wird aber auch die Art und Weise, wie Influencer sich ihre scheinbare Reichweite verdienen.

Indem sie Follower kaufen, die keinerlei Wert haben, sondern lediglich Bots sind und indem sie sich gegenseitig folgen, ohne dass sie die Inhalte des jeweils anderen interessieren würden, entsteht ein großes Problem für die werbenden Unternehmen. Denn diese vermeintliche Reichweite ist gar keine. Es werden Fotos gepostet, die entweder in den Timelines von Bots oder vollkommen desinteressierten Personen auftauchen. Von 500.000 Followern ist nur ein Bruchteil ein echter Fan, der sich auch für die platzierten Werbeinhalte interessieren könnte.

Es ist recht schwierig, die Seriosität eines Accounts einzuschätzen. Am besten ist tatsächlich, entweder auf vertrauenswürdige Partner zu setzen, mit denen andere bereits gute Erfahrungen gesammelt haben, oder vorsichtige Testläufe zu wagen. Diese sollten jedoch unbedingt messbar sein und nicht in reiner Awareness bestehen, die sich wenn dann erst über längere Zeit messen ließe.

Für seriöse Accounts hat sich nichts geändert

Für den Großteil der Unternehmer ist allerdings die Frage interessanter, wie sie ihren eigenen Account bekannter machen. Muss man dieses Spiel – das im Übrigen sehr viel Zeit kostet – wirklich mitspielen?

Die klare Antwort darauf lautet: Nein. Denn sowohl Unternehmer als auch Autoren, Interpreten oder andere Selbstständige haben keinerlei Nutzen von gefälschten Followern. Kein Fake-Follower kauft jemals ein Produkt, ein Buch oder einen Song. Es sind nur Zahlen, die immer inflationärer werden. Und die schon längst keine Vergleichbarkeit des Bekanntheitsgrades mehr zulassen.

Diese aufgeblähten Zahlen sind nur für Influencer interessant. Sie sind es letztlich – bis auf sehr wenige Ausnahmen –, die davon leben, anderen Firmen heiße Luft zu verkaufen. Für sie spielt es keine Rolle, ob ihre Follower echt oder fake sind, solange das niemand von denen bemerkt, die sie bezahlen. Für einen seriösen Unternehmer hingegen haben derartige Nutzer keinerlei Wert. Sie würden sich selbst betrügen.

Wer ein erfolgreiches Geschäft für sich selbst auf Instagram aufbauen möchte, benötigt echte Fans. Im Laufe eines Instagram-Accounts kommen ohnehin schon eine Menge Accounts dazu, die in die obige Kategorie von Bots oder wertlosen anderen Profile fallen. Einfach weil viele in der Hoffnung folgen, dass jemand zurückfolgt. Oder weil sie die Bilder schön fanden. Als Autor eines deutschen Buches hilft der malaysische Follower allerdings herzlich wenig.

Erfolg auf Instagram besteht aus viel Arbeit

Es bleibt also nur, das zu tun, was man auch schon tun musste, als Influencer noch nicht betrogen haben: Man beginnt mit einem kleinen Zirkel von Fans, den man stetig ausbaut. Das geht weder über das Kaufen von Followern noch über andere unseriöse Strategien. Das funktioniert lediglich über hochwertige und interessanter Bilder, die in einem inhaltlichen und visuellen Kontext stehen. Auf einem Account, der regelmäßig (das bedeutet mindestens täglich) aktualisiert und gepflegt wird und der an der Community teilnimmt, anstatt nur Nutznießer sein zu wollen.

Trotz aller geheimen Verstrickungen hat sich für die meisten Nutzer also rein gar nichts geändert. Und wer Geschäfte mit Influencer macht, muss sich seit jeher darüber im Klaren sein, dass er mit dem Feuer spielt. Und dass Feuer sehr schnell Geld verbrennen kann.

Foto: Unsplash.com / Emma Toth

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.